Aufbereitungstechnik

Vorbrecher Untertage
Vorbrecher Untertage
Vertikalbrecher
Vertikalbrecher

Die Behandlung des Rohmaterials fängt bereits im Vortriebsbereich an. Dort wird - insbesondere das Material aus Sprengvortrieb - vorgebrochen, damit es dann per Förderband weiter transportiert werden kann.

 

Mittels geeigneter Brechersystemen wird das Material zu Splitt und Sandprodukten gebrochen, um anschliessend auf Sieben gewaschen und in die gewünschten Gesteinsgruppen ausgesiebt zu werden.

 

Dem Brechsand muss besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden und mit geeigneten Anlagen hergestellt werden.

 

B+ G verfügt über grosse Erfahrung Bauherren und Kieswerkbetreiber im Bereich der Aufbereitungstechnik zu unterstützen.

Nassaussiebung
Nassaussiebung
Sand-Zyklon-Anlage
Sand-Zyklon-Anlage


Spezielle Themen

Glimmerausscheidung

Im Rahmen des Projekts AlpTransit Gotthard musste die Versorgungssicherheit für den Abschnitt Sedrun mit besonderen Massnahmen Rechnung getragen werden, da eine externe Zulieferung von Gesteinskörnungen - insbesondere von Sand - per Bahn oder Strasse nicht möglich war.

 

Der Glimmergehalt im Brechsand ist eine entscheidende Kenngrösse bei der Aufbereitung von kristallinem Tunnelausbruchmaterial. Freie Schichtsilikate (losgelöste, nicht im Gesteinsverband eingeschlossene Schichtsilikate), die mit Mischwasser und Zement in Kontakt
kommen, haben einen negativen Einfluss sowohl auf die Frischbeton- als auch auf die Festbetoneigenschaften. Mit steigendem Glimmergehalt nimmt die benötigte Wasser- respektive die Verflüssigermenge für eine gleichbleibende Verarbeitbarkeit zu. Beim Festbeton bewirken die freien Schichtsilikate eine Abnahme der mechanischen Festigkeit und eine Zunahme der Wasserleitfähigkeit.

 

B+ G entwickelte im Auftrag von AlpTransit Gotthard ein spezielles und weltweit einzigartiges Verfahren, die Glimmerplättchen mittels der Flotationstechnik aus den Brechsand auzuscheiden.

Beim Flotationsverfahren wird der Sand (0/1mm) in einem Becken (Flotationszelle) unter Beimischung der notwendigen chemischen Reagenzien (Sammler) und mittels Mix- und Luftaufstromsystem aufgewirbelt und separiert, so dass die Glimmerblättchen auf der schäumenden Wasseroberfläche haften bleiben und mittels Überlauf entfernt werden können (Flotat).

Flotationsanlage
Flotationsanlage
Flotat-Abscheider (Überlauf)
Flotat-Abscheider (Überlauf)

Dank der Flotationstechnik konnte der Glimmeranteil im Brechsand (0/1 mm) um über 50% gesenkt werden. Dadurch konnte eine gute Sandqualität erreicht werden, welches die Voraussetzung für einen guten Frisch- und Festbeton ist.

links: vor Flotation          /          rechts: nach Flotation (F: Feldspatkorn; M: Muskowitplättchen)
links: vor Flotation / rechts: nach Flotation (F: Feldspatkorn; M: Muskowitplättchen)

Kornrundung

Für das Projekt AlpTransit Gotthard fanden ab 1994 erste Aufbereitungsversuche mit Ausbruchmaterialien aus verschiedenen Tunnelprojekten statt. Mit den hergestellten Gesteinskörnungen wurden Betonversuche durchgeführt. In der Fachwelt gab es Stimmen, welche eine Betonproduktion bestehend aus 100 Prozent Brechkorn in Frage stellten. Tatsächlich gab es bis anhin in der Schweiz keine vergleichbaren Projekte welche aus sogenanntem Splittbeton hergestellt wurde.

 

Damit den Abnehmern der Gesteinskörnungen der Betonherstellung und die Verarbeitung vereinfacht wird, wurde in den Kieswerken des Projekts AlpTransit Gotthard eine Kiesrundungsmaschine vom Typ Hurrican ausgeschrieben und betrieben.

 

Nach bald 20 jähriger Erfahrung mit Splittbeton hat auch die Zusatzmittelindustrie einige Inovationsschritte erlebt. So konnten neue Generationen von Verflüssigern entwickelt werden, die auch bei Verwendung von erhöhten Glimmergehalten im Brechsand und beim Einsatz von spitzkantigen Splittkörnern einen guten Frisch- und Festbeton gewährleisten.

Kornrundungsmachine (Hurrican)
Kornrundungsmachine (Hurrican)
Korngruppe 16/22 mm nach Kornrundung
Korngruppe 16/22 mm nach Kornrundung